Projekte

Meu nome é Vera – DEU

FIKTIONALE AUDIOTOUR (2005 – 2018)     Meu nome é Vera (Mein Name ist Vera)   (Jugendkulturzentrum Centro Cultural da Juventude CCJ Ruth Cardoso, São Paulo, Brasilien. 2012)   Renata erhält eine mysteriöse Aufnahme. Darauf verrät ihr ihre Freundin Vera ein Familiengeheimnis, das sie nie hätte aufdecken sollen. Nun ist es an Renata, den von Vera hinterlassenen Hinweisen zu folgen, um so die Wahrheit zu erfahren.   MITWIRKENDE: Konzept, Text und Regie: Christina Ruf und Ariel Dávila (BiNeural-MonoKultur) Übersetzung: Meire Nunes Originalmusik und Tonbearbeitung: Guillermo Ceballos Recherche: Ariel Dávila und Christina Ruf Stimme: Anna Luiza Leão (Vera) Beteiligung Stimme und Lieder „Tem que acreditar“, „Eternize“ und „Pouca Coisa“: zoioomc Besondere Beteiligung: Marcelo Gregorio Produktion: Samanta Biotti Produktionsleitung: Felipe França Gonzalez (Difusa Fronte(i)ra) Koproduktion: BiNeural-Monokultur, Difusa Fronte(i)ra und CCJ Herzlichen Dank an: Luiz Carlos Ribeiro, Gerson Kunii und Yudi Watanabe vom japanisch-brasilianischen Club Associación Nipo-Brasileira, JR. Material Fotográfico Ltda-ME.   RECHERCHE: Die Recherche konzentrierte sich auf das Stadtviertel Vila Nova Cachoeirinha im Nordwesten von São Paulo. Dieses Viertel gehört zu den marginalisierten Orten der Stadt, seine Einwohnerzahl ist stark angestiegen und es verzeichnet einen spürbaren sozialen Aufstieg der ärmeren sozialen Schichten hin zur Mittelschicht. Die vorherrschende Kulturform in dieser Region, welche sich stark im Jugendkulturzentrum CCJ widerspiegelt, ist geprägt vom Hip Hop und Rap, der Graffitti-Szene und den so genannten „Saraus“, informelle Treffen, bei denen Poesie rezitiert wird. Oft sind es die Frauen, die für das Einkommen und Überleben der Familien sorgen. Bei unserer Recherche erfuhren wir, dass dieses Viertel praktisch von japanischen Einwanderern gegründet worden war; es gibt einen japanischen Club und auf dem Friedhof, durch den ein Teil des Weges der Fiktionalen Audiotour führte, finden sich zahlreiche Gräber mit japanischen Inschriften. Im Rahmen der Recherche führten wir Interviews mit den älteren Anwohnern durch. Einer von ihnen überließ uns nicht nur großzügig ein Foto aus den Anfängen des Viertels, sondern erzählte uns außerdem eine fast vergessene Geschichte, die dort stattgefunden hatte. Ausgehend von dieser Geschichte schufen wir eine Fiktion, in der die Protagonistin, eine junge urbane Poetin, Tochter japanisch-afrobrasilianischer Eltern, ein Geheimnis über die Vergangenheit ihrer eigenen Familie entdeckt.

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Mano unica – DEU

MANO UNICA (Einbahnstraße) (2006)   Theatrale Intervention in der jesuitischen Krypta in Córdoba, die 1989 wiederentdeckt wurde. Während der Intervention stieg das Publikum in die cordobesische Unterwelt hinab, schritt durch die uralten Gänge der Krypta und begegnete Persönlichkeiten aus der Stadtgeschichte und der Mythologie. Die Zuschauer wurden von Theresias durch diesen städtischen Hades geführt und wurden Zeugen verschiedener traumhafter Situationen. Das Stück zielte darauf ab, die in der Krypta verborgenen Erinnerungen vor dem Vergessen zu bewahren.   Diese Arbeit wurde im Rahmen der Eröffnungsfeier der Feierlichkeiten von „Córdoba als Amerikanische Kulturhauptstadt 2006“ präsentiert. Córdoba (Argentinien).   MITWIRKENDE: Schauspiel: Valeria Urigu, Gabriela Aguirre, Marcelo Arbach, Leopoldo Cáceres, José „Pepe“ Fernández Musik und Tonbearbeitung: Guillermo Ceballos Video: Hernán Rossi Beleuchtung: Gonzalo Marull Konzept, Text und Regie: BiNeural-MonoKultur (Christina Ruf + Ariel Dávila)   DAUER: ca. 50 Min.

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Virtual Performances – DEU

VIRTUAL PERFORMANCES – Laboratorio para teatro virtual (Virtual Performances – Labor für virtuelles Theater) (2008 – 2011)   Das Projekt der virtuellen Performances – Virtual Performances – besteht aus einer Reihe von virtuell-theatralen Interventionen per Videokonferenz via Internet. Es versteht sich als work in progress, offen für neue Elemente, Themen und Mitwirkende, um so flexibel auf aktuelle Ereignisse und Fragen zu reagieren. Das Projekt besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Inszenierungen an verschiedenen über das Internet vernetzten Orten, die behandelten Themen variieren und werden mit Verfahren des dokumentarischen Theaters erarbeitet, enthalten jedoch ebenso fiktionale Elemente. Aufgrund dieser Merkmale haben wir als Untertitel „Labor für virtuelles Theater“ gewählt. Virtual Performances ist eine Mischung verschiedener Disziplinen, es setzt sich aus Elementen des Theaters, der visuellen Kunst und der öffentlichen Intervention zusammen. Es experimentiert mit Technologie als künstlerischem Werkzeug und versucht dabei, neue Möglichkeiten der Kommunikation mittels der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zu ergründen und über deren Konsequenzen zu reflektieren. Das Projekt befindet sich an der Schnittstelle zwischen Fiktion und Nicht-Fiktion, nahe am dokumentarischen Theater, und interessiert sich für eine Einbindung der Wissenschaften in die Kunst oder auch der Kunst in die Wissenschaften. Die ursprüngliche Idee entstand in Zusammenarbeit von Meret Kiderlen (Deutschland), Carolina Defossé (Argentinien) und BiNeural-MonoKultur (Christina Ruf und Ariel Dávila / Deutschland, Argentinien). An ihrer Umsetzung sind verschiedene Künstler aus unterschiedlichen Ländern wie Deutschland, Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Spanien beteiligt. Seit Ende 2008 arbeiten wir zum Thema der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, wie zum Beispiel der Videokonferenz per Internet als Übertragungsmedium eines szenischen Ereignisses. Wir fragen uns: Wie sind szenisch-performative Interaktionen über dieses Medium möglich?   Als Ergebnis der Treffen und des Austauschs zwischen unseren Kontinenten sowie der Recherche zu den künstlerischen Möglichkeiten dieses Mediums sind bisher folgende Stücke entstanden: – „Skype me up to the Stars!“ (2009) – homo-migrator.www (2011) – Conectados (In Verbindung) (2011)   Außerdem wurden folgende kleinere und experimentelle Interventionen inszeniert: – Lpz.-BsAs 15min (im Rahmen der Argentinischen Filmtage in Leipzig, 2009) – Offene Proben während des Entstehungsprozesses von homo-migrator.www zum Abschluss der Künstlerresidenz in Nau Côclea, Katalonien (Spanien) (2010) und im Rahmen der Performance-Veranstaltung Epipiderme in Lissabon (Portugal) (2010).   Offene Proben von homo-migrator.www: In der neuen Version dieses dokumentarischen Theaterstücks mit fiktionalen Elementen wird es um die Migration im Allgemeinen und in Beziehung zum WordWideWeb (www) gehen: Migration von Personen, aber auch von Daten, Gütern und Information. Wie oft müssen wir uns bei einer Polizeikontrolle ausweisen? Wird ein Avatar oder ein virtuelles Profil im Netz irgendwann auch einen Ausweis brauchen? Was heißt es, im Zeitalter des Cyberspace Ausländer zu sein? Was bedeutet es, sich an einem anderen Ort zu befinden? Diese Fragen lagen unserem Rechercheprozess der neuen Inszenierung des Projekts Virtual Performances zugrunde, die sich dann zum Stück homo-migrator.www verdichteten, das wir beim Internationalen Theaterfestival MERCOSUR in Córdoba (Argentinien, 2011) aufführten. MITWIRKENDE – Offene Proben von homo-migrator.www in Epipiderme – encontros à volta da performance, Lissabon (Portugal), 2010: Konzept: Meret Kiderlen (Leipzig) und BiNeural-MonoKultur (Ariel Dávila und Christina Ruf, Argentinien/Deutschland) Regie: BiNeural-MonoKultur Mit: Ieltxu Ortueta Martínez (São Paulo, Brasilien) auf der virtuellen Bühne und Ariel Dávila und Christina Ruf auf der realen Bühne. MITWIRKENDE – Offene Proben von homo-migrator.www in der Residenz Nau Côclea (Katalonien / Spanien), 2010. Konzept und Regie: Meret Kiderlen (Leipzig) und BiNeural-MonoKultur (Ariel Dávila und Christina Ruf, Argentinien/Deutschland) Mit: Ieltxu Ortueta Martínez (São Paulo, Brasilien) und Meret Kiderlen (Frankfurt, Deutschland) auf der virtuellen Bühne + Ariel Dávila und Christina Ruf auf der realen Bühne.   „Lpz.-BsAs 15min.“: Erstes öffentliches Experiment, aufgeführt bei den dritten Argentinischen Filmtagen in Leipzig (Deutschland). 2009. Unser Ausgangspunkt war die Frage, ob es sich das Medium Videokonferenz als Kunstform eher dem Kino oder dem Theater zuordnen lässt. Die rezeptive Situation lässt an das Kino denken: Eine Gruppe von Zuschauern schaut auf eine Leinwand. Auf spielerische Weise entwickelten wir einen Kurzfilm „live“: Man sieht eine Szene mit einer jungen Frau in ihrer Wohnung, die auf ihren Freund wartet. Als er kommt, haben sie einen Streit, der Freund geht wieder und sie ist wieder allein. Wir verarbeiteten wir die Defekte, die in einem Medium wie der Videokonferenz per Internet auftauchen (Unterbrechung der Verbindung, Probleme mit dem Mikrofon und andere technische Ausfälle). Diese angenommenen (oder auch realen) technischen Probleme waren eine Art Ausrede für die Schauspielerin, ihre persönliche Sicht der Dinge darzustellen, einen Brief vorzulesen oder sich vor laufender Kamera zu schminken, bevor die „Szene“ oder „Einstellung“ wiederholt wurde. Auf diese Weise gelang es uns, die theatrale Seite zu zeigen: alles, was zu sehen war, war „live“ und ohne Möglichkeit der Bearbeitung oder unsichtbaren Wiederholung. In den jeweiligen Wiederholungen konnte man klar die Entstehung des Stücks erkennen und die Fiktionalisierung dieser Unterbrechungen erlaubten uns zum einen den Kontakt mit dem Publikum und zum anderen die Vorführung dieses neuen künstlerischen Mediums. MITWIRKENDE „Lpz.-BsAs 15min.“ Idee: BiNeural-MonoKultur, Carolina Defossé, Meret Kiderlen Konzept und Entwicklung: Carolina Defossé, Meret Kiderlen Regie: Meret Kiderlen Schauspielerin: Carolina Defossé Video: Ivo Aichenbaum

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Quem não luta tá morto! – DEU

Quem não luta tá morto! (Wer nicht kämpft, ist tot!) (X-Wohnungen) (2009)   „Quem não luta tá morto“ ist eine szenische Installation im Rahmen des Projekts X-Wohnungen, die Zeugnis ablegt über den Prozess der Räumung eines von der Bewegung FLM (Frente de Luta pela Moradia – Vereinigung zum Kampf für Wohnraum) / MSTC (Movimento dos Sem Teto do Centro – Bewegung der Obdachlosen im Zentrum) besetzten Gebäudes im Zentrum São Paulos (Brasilien). BiNeural-MonoKultur begleitete 10 Tage lang eine Gruppe von etwa 200 Personen, die ein Camp neben dem geräumten Gebäude aufschlugen, bis ihnen ein Saal als provisorische Bleibe angeboten wurde. Das Ergebnis war ein dokumentarisches Video und eine Fotoausstellung, durch die Mitglieder der Bewegungen selbst führten und dabei über diese 10 Tage berichteten, in denen sie auf der Straße Widerstand gegen die Polizei leisteten und beim Staatssekretär für Menschenrechte vorsprachen, um würdigen Wohnraum zu fordern. X-WOHNUNGEN ist eine Veranstaltungsreihe, bei der 22 Wohnungen der Stadt São Paulo (Brasilien) zu Räumen für künstlerische Interventionen werden, wobei das reale Leben mit Fiktion vermischt wird und die Fenster und Türen zu anderen, unbekannten Winkeln der Stadt geöffnet werden. Jede Wohnung empfängt in etwa zehnminütigem Abstand jeweils 2 Zuschauer / Besucher, die der Intervention beiwohnen. Konzipiert wurde X-WOHNUNGEN 2002 von Matthias Lilienthal, dem ehemaligen Intendanten des Berliner Theaters Hebbel am Ufer. Das Projekt fand bereits an zahlreichen Orten statt, darunter Berlin, Istanbul, Caracas u.v.a. In São Paulo wurde X-WOHNUNGEN vom SESC SP und dem Goethe-Institut São Paulo in Zusammenarbeit mit dem Hebbel-Theater Berlin verwirklicht.   „Quem não luta tá morto!“ wurde im Juni 2009 während der gesamten Zeit von X-MORADIAS / X-WOHNUNGEN in der Stadt São Paulo (Brasilien) gezeigt.   MITWIRKENDE: Konzept, Dramaturgie, Dokumentation und Verwirklichung: Ariel Dávila und Christina Ruf (BiNeural-MonoKultur) Produktionsassistenz: Tieza Tissi In Zusammenarbeit mit den Bewegungen FLM / MSTC.

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Skype me up to the stars – DEU

„Skype me up to the stars!“ (Virtual Performances – Labor für virtuelles Theater) (2009)   2009 scheint die Zukunft auf dem Planeten Erde völlig ungewiss. Angesichts der Finanzkrise und Klimakatastrophe würden Sie gerne wissen, was zu tun ist und was für schwarze Löcher noch auf uns warten? Zeit die Sterne zu befragen! Im internationalen Jahr der Astronomie laden wir Experten ein, uns die Gestirne zu entziffern. Per Skype aus einer der ältesten Sternwarten der südlichen Hemisphäre und der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zugeschaltet, weisen Ihnen ein Astronom und eine Astrologin – jeder auf seine Art – den Weg durch das kosmische Geschehen, durch dunkle Prognosen, durch Raum und Zeit. Kommen Sie, hören Sie, fragen Sie! Doch die Wirklichkeit ist schlimmer als alles, was Sie bis jetzt vermutet haben…   „Skype me up to the stars!“ ist das zweite Stück aus dem Labor „Virtual Performances“. Es bestand aus Übertragungen per Skype aus Córdoba und Buenos Aires nach Leipzig, anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie. Die Übertragung aus Córdoba fand im Museum der Sternwarte der Nationaluniversität statt, mit einem als Astronomen agierenden Schauspieler. Ebenfalls nahm eine Schauspielerin / Astrologin von einem Café in Buenos Aires aus teil. In Leipzig, wo sich das Publikum befand, gab die Inszenierung vor, eine Konferenz zum Thema Astronomie zu sein, die jedoch mit der Zeit immer fiktionaler wurde. Während des ersten Teils der Veranstaltung gab es eine kleine Ausstellung von Objekten mit direktem Bezug zum Thema und es wurden zwei „Experten“ aus Argentinien eingeladen, mit denen die Zuschauer individuell per Skype in Kontakt treten konnten. Später begann die Übertragung der Veranstaltung auf einer Großleinwand, wobei stets das Ziel war, den dokumentarisch-wissenschaftlichen Charakter zu erhalten, eine Interaktion mit dem Publikum zu suchen und den jeweiligen Übertragungsort miteinzubeziehen. Was wie eine Konferenz begann, nahm immer fiktionalere Züge an und gipfelte in der schon absurden Inszenierung einer außerirdischen Invasion á la Ed Wood in der cordobesischen Sternwarte.   „Skype me up to the stars!“ wurde im Juni 2009 im Rahmen des Theaterfestivals des LOFFT in Leipzig uraufgeführt.   MITWIRKENDE: Konzept und Regie: Meret Kiderlen (Leipzig, Alemania) und BiNeural-MonoKultur (Ariel Dávila und Christina Ruf) BUENOS AIRES: ASTROLOGIN Carolina Defossé VIDEO Ivo Aichenbaum ASTROLOGISCHE BERATUNG Willy Gugliermo CÓRDOBA: ASTRONOM Hernán Rossi Fraire MUSIK Guillermo Ceballos ASTRONOMISCHE BERATUNG Guillermo Goldes LEIPZIG: REGIEASSISTENZ Judith Schrodtkötter BERATUNG María Cabrera Rivero PRODUKTIONSASSISTENZ Claudia Gartner, Franziska Janetzky EMPFANG Annemarie Saß, Enrico Michelini, María Cabrera Rivero VIDEOTECHNIK Matthias Gruner FOTOGRAFIE Paúl Escobar NETZTECHNIK Alexander Gross Vielen Dank an: Sternwarte Eilenburg und das Astronomische Museum „D. F. Sarmiento – Dr. B. A. Gould“ der Sternwarte der Nationaluniversität Córdoba.   DAUER: ca. 60 Min.

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La Vidriera – DEU

LA VIDRIERA (Das Schaufenster) (Audio-Stück) (2010)   BiNeural-MonoKultur wurde zur Ausstellung „Artistas Paralelos“ (Parallele Künstler) innerhalb des Festivals CIUDADES PARALELAS (Parallele Städte) in Buenos Aires eingeladen. Diese Ausstellung fand in der Galerie für zeitgenössische Kunst „Pasaje 17“ statt, die als Festivalzentrum fungierte. Die Gruppe schuf ein Audio-Stück für das Fenster der Galerie, dem Eindrücke von der Bartolomé-Mitre-Straße zugrunde lagen.   CIUDADES PARALELAS ist ein von Lola Arias und Stefan Kaegi kuratiertes Projekt. Sie luden KünstlerInnen dazu ein, Stücke für Häuser, öffentliche Bibliotheken, Gerichte oder andere funktionelle Räume zu schaffen, um diese in Beobachtungsstationen für urbane Situationen zu verwandeln. Alle acht Interventionen verändern alltägliche Räume in zeitweilige Bühnen und ermöglichen dem Zuschauer einen subjektiven Zugang zu Räumen, die eigentlich für Massen entworfen wurden. Die ersten Städte, in denen dieses transportablen Festival stattfand, waren Berlin, Buenos Aires, Warschau und Zürich. Dort und in allen folgenden Festival-Städten werden die die acht Projekte jeweils neu kontextualisiert und mit lokalen Darstellern inszeniert. „La Vidriera“ wurde während des gesamten Festivalzeitraums in „Pasaje 17 – Galerie für zeitgenössische Kunst des APOC – OSPOCE“ im November/Dezember 2010 gezeigt.   MITWIRKENDE: Konzept, Text und Regie: Ariel Dávila und Christina Ruf (BiNeural-MonoKultur) Stimme: Mariano Muñoz Musik: Guillermo Ceballos   DAUER: ca. 9 Min.   LINK zu ARTISTAS PARALELAS (nur auf Spanisch): http://www.ciudadesparalelas.org/artistasparalelos.html LINK zu CIUDADES PARALELAS: http://www.ciudadesparalelas.org/menu_aleman.html

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Proyecto Confesionarios – DEU

PROYECTO CONFESIONARIOS – Construyendo un mapa emocional de la ciudad (PROJEKT BEICHTSTÜHLE – Schaffung einer emotionalen Stadtkarte) (2008 – 2012)   Der Beichtstuhl, normalerweise als Ort des Rückzugs und der Privatsphäre verstanden, als Raum von Erlösung und Intimität, wird hier öffentlich und allgemein einsehbar. Das Intime wird mit dem Öffentlichen konfrontiert und das Verborgene wird sichtbar. Ist eine private Beichte in einem öffentlichen Raum möglich? Ein Beichtstuhl, der sich an einem öffentlichen Platz befindet, ein Objekt, das mit der Realität kontrastiert, von seinem ursprünglichen Ort losgelöst ist. Eine Kabine, in der „urbane Beichten“ zu hören sind und die Aufmerksamkeit auf das Alltägliche gelenkt wird. An bestimmten Punkten der Stadt wird ein Beichtstuhl aufgestellt, in dem jeweils ein Zuschauer Platz nehmen kann. Statt selbst zu beichten hört er dort jedoch „urbane Beichten“ und lernt so die emotionalen Spuren der Bewohner der Stadt kennen.   Im PROJEKT BEICHTSTÜHLE sollen die emotionalen Fährten der Stadtbewohner aufgespürt und verfolgt werden, indem die Stadt mit einem Netz intimer Erinnerungen überzogen wird, mit persönlichen Beichten, die sich zu einer alternativen Stadtkarte, einer emotionalen Kartographie verdichten. Durch Interviews und, wenn möglich, einer lokalen Ausschreibung, werden „urbane Beichten“ der Stadt(viertel)bewohner zusammengestellt. Dabei geht es um Ereignisse, die normalerweise nicht erzählt werden, die an ganz bestimmten Orten der Stadt, wie an einem Platz oder in einem Straßenzug geschehen sind. Diese „Beichten“ sind nicht unbedingt schwerwiegende, sündige oder unmoralische Taten, es geht vielmehr um persönliche, intime Erlebnisse, die mit ganz bestimmten Orten verknüpft sind: ein Gespräch an einem Tisch dieser Kneipe da drüben, eine Erinnerung an ein Treffen auf diesem Platz hier, eine kuriose Anekdote von der Ecke dort. Wichtig ist dabei, dass die Beichten immer eine konkrete Beziehung zu einem bestimmten Ort haben. So entstehen die Koordinaten, um gemeinsam mit den Bewohnern diese emotionale Kartographie der Stadt zu erschaffen. Die Beichtstühle werden an den in den Beichten erwähnten Orten aufgestellt. Die Beichtstühle sind kleine blaue, verschließbare Kabinen, die mit einem durchsichtigen Material verkleidet sind und von der deutschen Bühnenbildnerin Hella Prokoph entworfen wurden.   Dieses Projekt wurde bisher an folgenden Orten produziert: – SESC Sorocaba, São Paulo (Brasilien). 2012. – Mostra SESC de Cultura, Juazeiro do Norte, Ceará (Brasilien). 2010 – Córdoba (Argentinien). 2008.   MITWIRKENDE: Konzept, Regie und Dramaturgie: Ariel Dávila + Christina Ruf Originalmusik und Tonbearbeitung: Guillermo Ceballos Entwurf des Bühnenbilds: Hella Prokoph (Berlin, Deutschland) Bau des Bühnenbilds: Michael Martino (Sorocaba) Zé Cicero (Juazeiro do Norte) César Spalletti, Hella Prokoph (Córdoba) Produktionsleitung: Felipe França González (Difusa Fronte[i]ra) (Córdoba, Sorocaba) George Belisario (Juazeiro do Norte)

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homo-migrator.www – DEU

homo-migrator.www (Virtual Performances – Labor für virtuelles Theater) (2011)   Das Projekt Virtual Performances – laboratorio para teatro virtual entstand 2008 und besteht aus einer Serie von virtuell-theatralen Interventionen per Videokonferenz via Internet. homo-migrator.www dreht sich um das Thema der Migration im Allgemeinen und im Besonderen in Bezug auf das WorldWideWeb (www): Migration von Personen, aber auch von Daten, Gütern, Information. Der Video-Chat hat sich zum hauptsächlichen Kommunikationsmittel des Migranten entwickelt. Das WorldWideWeb scheint mittlerweile ein unersetzliches Medium um zu kaufen und verkaufen, um zu kommunizieren, um uns selbst darzustellen und uns selbst zu fälschen. Vier SchauspielerInnen, von denen einige selbst MigrantInnen sind und andere, die Familienangehörige im Ausland haben, interagieren von ihren Wohnorten aus mit dem Publikum per Skype. Was bedeutet es im Zeitalter des Cyberspace, sich an einem anderen Ort zu befinden, Fremder zu sein?   Dieses Stück entstand durch die Unterstützung der Künstlerresidenz Nau Côclea, Camallera, Spanien (2010) und wurde vom nationalen argentinischen Kunstfond unterstützt (2011). Die Aufführung fand 2011 im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals MERCOSUR in Córdoba (Argentinien) statt.     MITWIRKENDE: Konzept, Regie und dramaturgische Leitung: Christina Ruf + Ariel Dávila (BiNeural-MonoKultur) Schauspiel und Dramaturgie: Deutschland/Berlin: Florian Loycke (Das Helmi) und Katharina Schröder Brasilien/São Paulo: Ieltxu Martínez Ortueta (Kapota mas não breka) Kolumbien/Bogotá: Santiago Merchant, Ricardo de la Vega und Irene Romero (Santagalatea Proyect) Spanien/Madrid, Burgos: Cecilia Peréz-Pradal (Cía. Puctum) Besondere Mitwirkung Deutschland (Entwicklung der Szene): Meret Kiderlen Assistentinnen der einzelnen Szenen: Gabriela Aguirre, Farina Bender, Tamara Franck, Jimena Garrido Ursprüngliches Konzept (Virtual Performances): BiNeural-MonoKultur, Meret Kiderlen und Carolina Defossé   DAUER: ca. 70 Min.

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Conectados – DEU

CONECTADOS (un proyecto de teatro documental) (In Verbindung – dokumentarisches Theater) gemeinsam mit Cía Puctum (2011)   5 Einwanderer aus dem Stadtviertel Matadero (Madrid) bringen die Beziehung auf die Bühne, die sie mit ihren Ursprungsländern über Internet unterhalten. Ein kolumbianisches Paar hält mit 68 Stunden den Rekord in ununterbrochener Videokonferenz. Ein Bengale verfolgt jeden Tag über Skype das Wachstum seines 20 Monate alten Kindes. Eine Mutter aus dem Senegal schickt eine Videonachricht mit guten Ratschlägen an ihren Sohn. Eine kolumbianische Schauspielerin skypt mit Brasilien, um die hellseherische Großmutter ihres Kindes um Rat zu fragen. Und der Rhythmus eines Rappers aus der Dominikanischen Republik lässt die Entfernungen schwinden.   „Conectados“ ist das Ergebnis der Residenz von Cía Puctum mit BiNeural-MonoKultur in El Ranchito (Matadero Madrid) (Oktober bis Dezember 2011). Es ist Teil von „Virtual Performances – Labor für virtuelles Theater„, das aus einer Reihe von virtuell-theatralen Interventionen besteht, die über Videokonferenzen via Internet stattfinden. Die Aufführungen des Stücks fanden im Kulturzentrum für zeitgenössische Kunst El Matadero in Madrid im Dezember 2011 statt.     MITWIRKENDE: Konzept, Regie und Dramaturgie: Cecilia Pérez-Pradal (Cía. Puctum) Ariel Dávila + Christina Ruf (BiNeural-MonoKultur) Mitwirkende Anwohner: Faustino Felíz Herrand (Samy-El Gato Negro) // Dominikanische Republik Kader Abdul // Bangladesch Lida Fernanda Cardona // Kolumbien Moustapha Fall (Benja) // Senegal Mauro Benavidez Vasquez // Kolumbien (und ihre Angehörigen über Skype) Grafik: Carlos Bueno Video: Hernán Rossi, Ariel Dávila Fotografie: Melina Passadore Lichtdesign: Daniel Boto Tontechnik: Noel Armas Beleuchtung: Hugo Vacas Herzlichen Dank an: Zoe Mediero, Ane Rodríguez Armendáriz, Vanesa Viloria, Luisa Fuentes Guaza, Intermediae, Todo Por la Práxis und Espacio Tangente.   DAUER: ca. 60 Min.   LINK zu CÍA PUCTUM (Cecilia Pérez-Pradal): https://puctumteatro.wordpress.com LINK zu EL RANCHITO / MATADERO MADRID: http://elranchitomadrid.wordpress.com/convocatoria-abierta/proyectos-producidos/cia-puctum-bineural-monokultur

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eRRor – DEU

eRRor – un juego con tra(d)ición (iRRtum – ein Spiel mit Tradition und Tücke) (nicht-fiktionales Theater) (2011 – 2014)   Ein Schauspieler und Genetiker sowie eine Schauspielerin, die im wirklichen Leben zugleich Umweltaktivistin der von Pestizid-Einsätzen betroffenen Ortschaften ist, nehmen an einem Spiel teil, bei dem Zufall und Irrtum grundlegende Elemente sind. Auf einem Spielbrett, das auf dem Klassiker „El Estanciero“ (der argentinischen Version von „Monopoly“) basiert, ziehen die Spieler über die verschiedenen Felder, auf denen sich ihr Schicksal entscheidet. Soja, Landleben, Theater, Aktivismus und Biotechnologie vermischen sich hier zu einem Cocktail aus Fiktion und Wirklichkeit. Dieses Stück wurde auf eine Ausschreibung des Goethe-Instituts Córdoba Ende 2010 hin entwickelt, in der es um den IRRTUM in seinen verschiedenen Facetten ging. Wir wurden (neben anderen) mit diesem Projekt ausgewählt, das sich mit Fragen des Irrtums und des Anbaus genetisch veränderter Pflanzen in Argentinien beschäftigt. Mit den Techniken des dokumentarischen Theaters und einem satirischen Blick behandeln wir nicht nur aus regionaler oder nationaler Sicht, sondern auch auf internationaler Ebene wichtige Themen der Gegenwart: das Problem der von Pestizideinsätzen betroffenen Ortschaften (nicht nur) in der Provinz Córdoba, die politischen Entscheidungen diesbezüglich in Argentinien, die von der Agro-Exportation abhängige Wirtschaft des Landes, die multinationalen Konzerne im Bereich der Biotechnologie und die Kontrolle des weltweiten Nahrungsmittelmarktes.   Die Uraufführung war Teil der Reihe „Materialización [simbólica] del error“ ([Symbolische] Materialisierung des Irrtums), die vom Goethe-Institut Córdoba organisiert wurde. Die Produktion des Stücks wurde vom Kultursekretariat der Provinz Córdoba und vom Nationalen Theaterinstitut Argentiniens gefördert (2011).   Das Stück wurde aufgeführt in: – 1. Festival „El Urondo – Festival für Theater, Politik und Gesellschaft“, Córdoba (Arg.). 2014. – 2. Festival „Estival del Teatro Independiente“, Córdoba (Arg.). 2014. – Teilnahme an der Skype-Konferenz des transdisziplinären Festivals „Odyssee : Klima“ (Bremerhaven). Wir sprachen allgemein darüber, wie wir das Thema Klima und Umwelt in unseren Arbeiten aufnehmen und im Besonderen über unser Stück „iRRtum – ein Spiel mit Tradition und Tücke“. Stadttheater Bremerhaven (Deutschland). 2013. – Theaterfestival für Kinder und Jugendliche „Señores Niños ¡Al Teatro!“, Unquillo (Cba) und Córdoba Capital (Argentinien). Mai 2013. – Theaterfestival „100 Horas de Teatro“, Córdoba (Argentinien), April 2013. – Theater La Chacarita, Córdoba (Argentinien). 2012. – Kongress zu Umwelt und Gesellschaft „Encuentro Socioambiental Cordobés“, Malvinas Argentinas (Cordoba, Argentinien). 2012. – Theaterfestival von Rafaela, Rafaela (Argentinien). 2012. – 12° Theaterfestival „Fiesta Regional de Teatro Centro Litoral“, Rosario und Oncativo (Argentinien). 2012. – Theater Documenta/Escénicas, Córdoba (Argentinien), 2012. – Theaterfestival „Fiesta Provincial de Teatro“, Córdoba (Argentinien). 2012. – Goethe-Institut Cordoba. Córdoba (Argentinien). 2011.   Produktion für das Goethe-Institut Córdoba. September 2011.   MITWIRKENDE: Konzept, Regie, Dramaturgie: Christina Ruf + Ariel Dávila (BiNeural-MonoKultur). Mitarbeit an Konzept und Dramaturgie: Hernán Rossi und Laura Gallo SchauspielerInnen: Hernán Rossi (grüner Spieler), Laura Gallo (orange Spielerin) (*) und Gabriela Aguirre (Schiedsrichterin) (**) Bühnenbild: Lilian Mendizábal. Originalmusik und Tonbearbeitung: Yamil Burguener. Video: Hernán Rossi Live-Kamera, Produktions- und Dramaturgie-Assistenz, Design des Spielfelds: Natalia Rojo. Lichttechnik: Agustina Marquéz Video- und Tontechnik: BiNeural-MonoKultur Video- und Tontechnik: Ariel Dávila + Christina Ruf Produktion: BiNeural-MonoKultur (*) Besetzung mit Melina Passadore für die Vorstellungen bei den Theaterfestivals „Señores Niños ¡Al Teatro!“ und „100 Horas de Teatro“ (2013). (**) Besetzung mit Valeria Urigu für die Vorstellung beim Theaterfestival von Rafalea (2012).   DAUER: ca. 90 Min

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